Good to Know – Wissenswertes für die Rope Jams, Workshops und andere Fesselveranstaltungen

Hallo! Schön, dass du da bist und am Rope Jam teilnehmen möchtest! Damit du weißt, wie manche Dinge hier bei den Rope Jams ablaufen, möchten wir dir folgende Punkte mit auf den Weg geben:

Eigene Gesundheit

Bitte achte auf deine eigene Gesundheit! Wir erwarten von unseren Besuchenden, dass sie sich gesund und mental in der Lage fühlen, zu fesseln bzw. gefesselt zu werden/ an einem Workshop teilzunehmen und somit die Verantwortung für sich selbst und für andere tragen zu können.

Abgrenzungen zwischen unseren Veranstaltungen

Lernräume: Workshops, Classes und Trainings

Sowohl unsere Workshops, als auch die wöchentlichen Trainings und Study Groups sind Lehr- und Lernräume. Damit sich alle Teilnehmenden wohl fühlen und einen angemessenen Raum zum Lernen erleben können, bitten wir um gegenseitige Rücksichtnahme und Wahrung der Lernatmosphäre. Bitte achtet daher in eurem Miteinander darauf, dass eure Lerneinheiten nicht in aktive Sessions „ausufern". Insbesondere heißt das: Der Fokus liegt auf dem Fesseln, nicht auf anderen BDSM-Praktiken.

Freiräume: Rope Jams

Die Rope Jams (freies Fesseln) sollen für alle Teilnehmende ein sicherer und entspannter Raum sein, um mit einer anderen Person zu fesseln, sich fesseln zu lassen und der eigenen Dynamiken Platz zu geben. Leichtes Spielen beim Fesseln im Rahmen der Rope Jams ist vollkommen in Ordnung und erwünscht. Achtet hierbei nur auf eure Lautstärke, legt bei Wachsspielen ein Handtuch darunter und achtet auf Flecken und die Flamme der Kerze. Ebenso möchten wir alle Teilnehmenden bitten, im Intimbereich bedeckt und angezogen zu bleiben. Bitte verlegt für den Zeitraum des Rope Jams Gespräche in die Gemeinschaftsküche. Trainings und Übungen können im kleinen Raum vorne (sofern frei/offen) weiter ausprobiert werden.

Besonderheit Mix & Match

Beim Mix & Match geht es vor allem darum neue Menschen kennenzulernen. Hier gelten daher eingeschränkte Regeln beim Fesseln, die zu Beginn der Veranstaltung wiederholt werden.

Hashira

Hashira (ein vertikaler Holzbalken) ist eine spezielle Art zu fesseln. Die Benutzung für Suspensions oder Teil-Suspensions wird von uns ohne einen vorherigen Workshop untersagt. Insbesondere benötigt es spezielle Techniken einen Ankerpunkt zu setzen. Auch vorhandene Anker anderer Personen sind nicht zu benutzen.

Konsens und Erstgespräche

Fesselveranstaltungen im Octagon sind Bottom-initiiert. Das heißt, aktive Fesselanfragen gehen von der Person aus, die gefesselt werden möchte.

Ausnahme sind die grünen Bändchen. Diese werden von allen getragen, die generell zum Austausch offen sind. Sprecht in diesen Fällen einfach offen über eure Wünsche für den Abend.

Weiterhin gilt: Nur informierter Konsens ist sexy – daher redet bitte ausführlich miteinander über eure Grenzen und Bedürfnisse. Solltet ihr für euer Erstgespräch eine Unterstützung oder Inspirationshilfe brauchen, so findet ihr im Eingangsbereich auf dem weißen Tisch Fragebögen (für Tops/Bottoms bzw. fesselnde und gefesselte Personen), die ihr gerne miteinander ausfüllen oder als Inspiration nutzen könnt. Diese Fragebögen sind allgemein für alle Veranstaltungen, wir raten aber insbesondere vorm Mix & Match dazu, einen Blick auf die Fragebögen zu werfen.

Alternativ fragt bei Unsicherheiten und/oder Fragen immer gerne das Orga-Team.

Leihseile

Solltet ihr keine eigenen Seile dabeihaben, könnt ihr euch Leihseile aus dem Fundus des Octagons nehmen. Diese befinden sich in einem großen Weidenkorb zentral im Raum. Bitte nehmt keine Seile, die außerhalb des Korbes liegen! Diese sind in der Regel privat und gehören einer anderen, besuchenden Person. Da Seile für viele etwas höchst Privates sind, bitte nicht einfach anfassen.

Folgendes ist in der Benutzung von Leihseilen zu beachten:

Bei Unsicherheiten zu den Leihseilen fragt gerne bei einer Orga-Person nach.

Besonderheiten bei (Teil-) Suspensions

Im Octagon stehen mehrere Hängepunkte für (Teil-) Suspensions zur Verfügung, die unsere Besuchenden gerne im Rahmen ihrer Fähigkeiten nutzen können. Wir bitten jedoch darum, die Höhe des Bambus nicht eigenmächtig zu verändern. Solltest du eine andere Höhe benötigen, frage bitte bei einer Orga-Person nach. Ebenso setzen wir zur eigenen Sicherheit voraus, diese noch einmal eigenständig vor Nutzung zu kontrollieren. Ringe dürfen gerne mitgebracht werden, bitte kläre die Aufhängung/Möglichkeiten vor Ort mit einer Orga-Person ab.

Tatami-Matten, Yoga-Matten und das Reservierungshandtuch

Im Octagon stehen ausreichend Matten (Tatami und Yoga) zum Fesseln zur Verfügung. Wir bitten dich daher, keine Matten durch dauerhaft hinterlegte Seile, Decken oder anderes Equipment zu reservieren. Solltet ihr nach dem Fesseln allerdings ein paar Minuten brauchen, um runterzukommen oder ein Verbleib auf den Matten im Rahmen eures Aftercares sein, ist dies natürlich vollkommen in Ordnung.

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle:

Bitte legt vor Gebrauch der Tatami-Matten eine Decke oder andere Unterlage zum Schutz der Matte auf diese. Im Kallax-Regal liegen Leihdecken, die gerne benutzt werden können. Die Yoga-Matten können ohne Unterlage genutzt werden.

Solltet ihr im Rahmen des Rope Jams oder im Rahmen eines Wax-Play-Workshops Kerzenwachs benutzen, so legt bitte ein eigenes Handtuch unter und achtet auf Wachsflecken und die Kerzenflamme.